Hotellerie Ja oder Nein – Eine Generationen-Frage?

Alle Welt fragt sich: „Wie können wir die Generationen Y und Z erreichen? Was wünscht sich die Zielgruppe?“ Laut der 2016 Global Talent Trends Study von Mercer, ist es wichtiger denn je, dass Arbeitgeber die veränderte Ausgangslage und die Bedürfnisse der sog. Digital Natives verstehen, bewerten und entsprechend agieren. Letztlich ist es in einigen Punkten tatsächlich nicht ganz so weit entfernt von dem, was wir uns damals auch gewünscht haben. Sie haben das Bedürfnis nach ehrlicher Begegnung und nach authentischen Erlebnissen. Allzu starre Strukturen und Arbeitszeiten sind für die Generation Y eher unattraktiv. So ist es nicht verwunderlich, dass Flexibilität ihnen wichtig ist. Dafür sind sie aber auch bereit am Wochenende oder falls nötig auch nach Feierabend noch zu arbeiten – es muss nur einen Sinn für sie haben. Die Generation Z hingegen legt großen Wert auf eine strikte Trennung von Berufs- und Privatleben.

In der Berufsorientierungsphase ist es wichtiger denn je, einen realistischen Einblick in das mögliche Berufsfeld zu gewähren und genau das macht die Nacht der Hotellerie.

Das Konzept der Nacht der Hotellerie

Fernab von kalter Messehallen Atmosphäre kannst Du Hotellerie erleben. Dabei stehen Bremer Hoteliers Dir und Deinen Eltern Rede und Antwort. Das Besondere ist aber, dass nicht nur sie erzählen, sondern auch ihre Azubis. Echter und näher kommst Du sonst nur selten an die Macher der Hotellerie. Mögliche Berührungsängste können damit überwunden werden.

Das rundum stimmige Konzept macht die Branche mit Workshops aller Bereiche live erlebbar. Wie richtet man ein Zimmer her? Wie geht Cocktails shaken richtig? Wie wird ein Tisch eingedeckt? Wie wird Pasta selbst gemacht? Wie sieht der Alltag für Hotelmitarbeiter und Hotel-Azubis aus? All das erfährst Du aus erster Hand. Bei den interaktiven Workshops kannst Du Dich sogar selbst einmal daran versuchen und herausfinden, ob es Dir liegt oder nicht. Deine Eltern können unverblümt bei den Hoteliers nachhaken und erfragen, wie es mit den gängigen Klischees aussieht und, ob ihre Kinder bei einer Ausbildung wirklich ausgenutzt werden, wie es oft heißt.

Eine Branche steht zusammen

Neben Vertretern der Bremer Hotels stehen Dir unter anderem auch Repräsentanten der Handelskammer Bremen und Bremerhaven sowie des Schulzentrums Rübekamp zur Verfügung.

Eine Branche steht zusammen, präsentiert sich und gewährt Einblicke, die Du sonst nicht erhälst. Es ist eine schöne Gemeinschaftsaktion aller engagierten Bremer Hotels. Einige von ihnen nehmen ihre eigenen Azubis mit. Damit unterstützen sie das Gastgeber Hotel und präsentieren sich nebenbei direkt mit ihrem eigenen „Markenbotschafter“. All das gehört zu den Beweggründen von Initiator Jan Steffen. Er ist selbst in der Hotellerie groß geworden und ihre Zukunft ist ihm eine Herzensangelegenheit. Eine weitere Motivation die Nacht der Hotellerie ins Leben zu rufen, ergab sich aus dem ständigen Gejammer über Nachwuchsmangel in der Branche. „Machen statt Jammern“ lautet seine Devise und so rief er 2016 erstmals die Nacht der Hotellerie ins Leben. Die erste Veranstaltung wurde im Atlantic Grand Hotel ausgetragen und war ein voller Erfolg.

Nach einer weiteren schönen Nacht der Hotellerie Veranstaltung im Dorint Park Hotel 2017, fand sich auch für dieses Jahr mit dem Courtyard by Marriott Bremen wieder ein namhafter Vertreter der Branche. Das Event richtet sich an Dich in der Berufsorientierung, Deine Eltern und Lehrer. Die Teilnahme ist für Dich selbstverständlich kostenlos.

Über den Verfasser: Michela Ivano – Head of Projects & Escapology / eto Personalmarketing GmbH

Nach Abschluss der Berufsausbildung zur staatlich anerkannten Fremdsprachenkorrespondentin zog es Michela ins Ausland. Sie startete ihre Laufbahn in der Kreuzfahrtbranche und in der Hotellerie, wo sie unter anderem im Guest Relations Bereich verschiedener Kreuzfahrtschiffe, in 5* Hotels auf Zypern und in der Schweiz tätig war. Nach Beendigung ihrer Schiffskarriere bei einer renommierten US-amerikanischen Reederei unterstützte Michela das Resort Management einer NGO betriebenen Anlage in Ghana mit Mitarbeiter-Trainings und der Entwicklung von Schulungskonzepten. Danach verlegte sie ihr Wirken zurück in die – diesmal landbasierte – Cruise Industry. Für unterschiedliche Hochsee- sowie Flussschifffahrtsreedereien und -Veranstalter war sie unabhängig voneinander in den Bereichen Reservierung, Marketing, Human Resources, Recruiting, Produktmanagement sowie Hotel Operations tätig.